Das Leder

Für die Herstellung von Schutzhandschuhen wird chrom- oder auch pflanzlich- und synthetisch gegerbtes Leder benutzt. Es stammt vom Rind, Büffel, Schwein, Ziege oder Schaf und hat durch seine unterschiedliche Struktur und Porendichte eine verschiedene Weichheit und Festigkeit.

Das Leder vom Rind, Büffel und auch vom Schwein ist so dick, dass es gespalten wird. Dadurch entstehen die äußere Schicht, das Narbenleder und die innere Schicht, das Spaltleder.

Das Narbenleder schützt auf Grund der geschlossenen Struktur besser gegen die Witterung und mechanische Einflüsse, während das Spaltleder durch seine raue Oberflächenstruktur einen höheren Abrieb und einen besseren Schutz gegen Wärme gewährleistet.

Bei der Herstellung von Leder für Handschuhe gilt es immer einen höchstmöglichen Schutz – sprich Lederstärke- zu verbinden mit einer größtmöglichen Weichheit zum Erhalt der Beweglichkeit der Hand. Die Weichheit und Geschmeidigkeit von Leder wird durch die Fettung erreicht. Im Gerbvorgang wird zunächst das körpereigene Fett entzogen, um die Haut haltbar zu machen und vor dem Verrotten zu schützen. Sodann wird wieder Fett und Öl hinzugefügt und das Leder wird gewalkt, damit es schön weich wird.

Besonders dünne und weiche Leder von allen Tierarten nennt man Nappaleder.

Auch innerhalb einer Tierhaut ist die Qualität des Leders unterschiedlich. Die festeste Struktur und die beste Stärke hat die Haut auf dem Rücken des Tieres, dem Croupon. Sie nimmt zu den Flanken, dem Kopf und den Klauen hin ab. Innerhalb des entsprechenden Ledersortimentes wird daher bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Handschuhen für die am meisten beanspruchten Teile des Handschuhes das teure Crouponleder eingesetzt.

Jeder Handschuh besteht je nach Typ aus 10 bis 14 Einzelteilen, die sorgfältig aus der Lederhaut ausgeschnitten oder gestanzt werden und dann mit Baumwoll- oder Baumwoll-Polyestergarn auf links zusammengenäht werden. Andere Teile, wie Baumwoll-, Schirmseide- oder Spandexrücken, sowie Bündchen oder Stulpe werden hinzugefügt. Anschließend wird der Handschuh gewendet. Seine endgültige Passform erhält er durch das Bügeln auf einer heißen Handschuhform. Jeder Handschuh ist ein Unikat, da jedes Stück Leder unterschiedlich in Oberfläche, Struktur, Zug und Griff ist.

Kratzer, Insektenstiche oder Narben sind keine Mängel, sondern beweisen, dass Sie mit einem echten Stück Natur arbeiten.

Die Gerbung der Leder und die Produktion der Keiler Handschuhe unterstehen in allen Produktionsschritten einer dauernden Kontrolle vor Ort. Nur so können wir ständig gleich bleibend gute Qualität gewährleisten.

Lagerregal bei Keiler

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Aufbau

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